Geringere Erträge und schlechtere Qualitäten erwartet
Der Bundesverband der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie e.V. (BOGK) erwartet für die anstehende Hauptkartoffelernte deutlich geringere Erträge und schlechtere Qualitäten. Zwar ist der im Juli vorherrschenden extremen Trockenheit und Hitze eine kühle Periode mit ergiebigen Niederschlägen gefolgt; einen zufriedenstellenden Ausgleich bzw. eine deutliche Erholung der Situation hat sich dadurch aber nicht ergeben.
Durch die Hitze im Juni und Juli und das nun sehr feuchte Wetter, ergeben sich u. a. Zwiewuchs und niedrige Stärkewerte; auch wird von erheblichen Schorfproblemen gesprochen, was wiederum insbesondere zu schlechteren Ausbeuten, schlechterer Lagerfähigkeit und höheren Schälabfällen führt.
Bei den Verarbeitungssorten für die kartoffelverarbeitende Industrie zeigen sich deutliche Mindererträge, insbesondere bei nicht beregneten Beständen. Große Erzeugergemeinschaften sprechen bereits von einem Ertragsrückgang von 15-20 % gegenüber dem Vorjahr.
Auffällig ist ferner, dass die gerade für die Industrie notwendigen Übergrößen nach wie vor Mangelware sind.
Bei leicht eingeschränkter Anbaufläche und deutlicher Nachfrage aus Osteuropa, Afrika und Südamerika, geht der Bundesverband davon aus, dass damit verbunden die Rohwarepreise für Verarbeitungskartoffeln nach Abschluss der Einlagerung deutlich anziehen werden.
Frau Reimers MdEP informiert sich über katastrophale Ernte
Die EU-Abgeordnete, Frau Britta Reimers (FDP), informierte sich in ihrer Funktion als Mitglied des Ausschusses Landwirtschaft und ländliche Entwicklung über das Brüsseler Büro des Bundesverbandes der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie über die weltweiten Versorgungsengpässe bei den wichtigsten Fruchtarten für die Verarbeitungsindustrie. (Bild: Jan Paulick / brittareimers.eu)