17.08.2012

Strompreis muss sinken

Doppelbelastung für die Lebensmittelindustrie

– Positionspapier des BOGK zur EEG-Novelle –

Die Förderung von Bio-Energie im Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) stellt eine unzumutbare Doppelbelastung für die Lebensmittelindustrie dar. Dies stellt der Bundesverband der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie (BOGK) in einem aktuellen Positionspapier fest.

Die EEG-Förderung führt nämlich zum einen zu einer starken Erhöhung der Strompreise. Zum anderen schlägt sie sich – auch über die Steigerung der Pachtpreise – in einer extremen Erhöhung der Rohwarekosten für die Lebensmittel verarbeitenden Unternehmen nieder.


Die Position des BOGK in Schlagworten

Der BOGK fordert daher:

  • Begrenzung der Industriestrompreise durch EU-weite einheitliche Industriestrompreisfixierung (europäische Harmonisierung). EEG- Umlage aus Steuermitteln finanzieren.

  • Reduzierung der EEG-Förderung – insbesondere für den Bereich Biogas durch kostengünstigeren Strommix zur Verbesserung der internationalen und europäischen Wettbewerbsfähigkeit der mittelständisch geprägten Industrie im BOGK.

  • Abschaffung des NawaRo-Bonuses im Rahmen der Novellierung des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG).

  • Vorrang des Einsatzes von Lebensmittelrohstoffen für die Produktion von Nahrungsmitteln vor der Nutzung für die Energiegewinnung (Subventionskonkurrenz), Stopp der Verbrennung von Lebensmitteln.

  • Fruchtfolgebegrenzung: Als Möglichkeit, den weiteren ungebremsten Bau von Biogasanlagen zu begrenzen, wird die Einführung einer Obergrenze für den Maisanteil in der Fruchtfolge für den jeweiligen Betrieb (z. B. auf max. 30% der Fläche) gefordert. Der Schutz der landwirtschaftlichen Flächen zur Produktion von Lebensmitteln muss höchste Priorität haben.