24.07.2018

Kartoffelernte 2018: Entwicklung durch Trockenheit spitzt sich dramatisch zu; Ernteausfälle erwartet

Durch die anhaltende Trockenheit und Hitze wird die Kartoffelernte in Deutschland und Europa in diesem Jahr sowohl in Menge als auch Qualität erheblich niedriger bzw. schlechter ausfallen als im Vorjahr. Davon geht der Bundesver­band der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie e. V. (BOGK) aus.

Nach den jetzt vorliegenden Berichten aus den Anbauregionen erwartet der BOGK eine deutliche Ertragsminderung hinsichtlich der kommenden Kartoffelernte. Experten aus dem Kreis der Landwirtschaft und der kartoffelverarbeitenden Industrie sprechen bereits zum jetzigen Zeitpunkt von mindestens 25 Prozent Minderertrag; Knollen in Übergrößen, die für die Produktion von Pommes Frites benötigt werden, sind zudem bereits jetzt auf zahlreichen Böden kaum oder gar nicht vorhanden. Wegen des extrem trockenen und heißen Sommers, bei dem auch in den nächsten Wochen nicht mit nennenswerten Niederschlägen zu rechnen ist, vergrößert sich das Problem momentan von Woche zu Woche.

Aufgrund zunehmender Trockenheit und Hitzeentwicklung stehen die einzelnen Kartoffelpflanzen vermehrt unter Stress und stellen das Wachstum der Pflanze ein. Auch eine Beregnung – sofern sie überhaupt möglich bzw. zugelassen ist – nützt in dieser Situation wenig, so Experten aus dem Kreis der Kartoffelerzeuger.

Als Folge daraus ergibt sich bereits eine jetzt schon absehbare, deutliche Rohwareverknappung sowie Qualitätsprobleme bei der Rohware, woraus in der Folge Versorgungsprobleme bei den gängigen Kartoffelverarbeitungsprodukten wie z. B. Pommes Frites entstehen werden.