12.10.2016

Falsche und unseriöse Berichterstattungen diskriminieren die Lebensmittelindustrie

Im Internet verbreiten sich Nachrichten und Meldungen bekanntlich rasend schnell. Leider auch immer häufiger bewusst oder unbewusst gestreute Falschmeldungen. Jeder kann heute ohne Rücksicht auf Verluste ungefiltert und damit ungeprüft Meinungen verbreiten und als alleinige Wahrheit präsentieren. Dies betrifft neben Privatpersonen mehr und mehr auch Journalisten, deren Job es eigentlich wäre , vor einer Veröffentlichung umfängliche Recherchen über das jeweilige Thema vorzunehmen. Doch leider weit gefehlt.

Betrachtet man zum Beispiel die Veröffentlichung vom 10.10.2016 auf FOCUS Online mit der Überschrift „Krebserregend und schädlich für die Organe. Diese Stoffe sollten Sie meiden“, dann ist man mittlerweile von einer gründlichen Recherche und einer auch nur halbwegs seriösen Berichterstattung mindestens soweit entfernt wie die Erde vom Mars. Dies wohl immer öfters mit dem Ziel vor Augen, beim Verbraucher Angst zu schüren, indem die Lebensmittelindustrie zu Unrecht diskriminiert wird.

In dem besagten Artikel werden Zusatzstoffe und damit auch die Lebensmittel, die diese Zusatzstoffe enthalten, an den Pranger gestellt, indem schlicht und ergreifend die Unwahrheit behauptet wird. Fakten und damit auch die Realität werden völlig außer Acht gelassen.

Die Fakten stehen u.a. auf der Homepage des Bundes für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e.V.: Lebensmittelzusatzstoffe sind sicher. Unsicher sind aber manchmal Verbraucher, die in den Medien Negatives dazu lesen. Die Hersteller verwenden ausschließlich Zusatzstoffe, die gesundheitlich unbedenklich, geprüft und sicher zugelassen sind. Das gilt für alle 28 Mitgliedsstaaten der EU gleichermaßen. Außerdem werden Zusatzstoffe nur dann eingesetzt, wenn sie technologisch notwendig sind.

Zudem wird im Focus-Artikel behauptet, dem Produkt „Marmelade“ würden bestimmte Zusatzstoffe zugesetzt, die aber gesetzlich überhaupt nicht für dieses Produkt zugelassen sind!!! Alleine diese Erkenntnis sollte jedem Leser des Focus-Artikels die Augen öffnen.