21.10.2016

BOGK unterstreicht Notwendigkeit praxisnaher Exportförderung

Die Unternehmen der mittelständisch strukturierten obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie benötigen praxisnahe konkrete Hilfe bei der Erschließung von Exportmärkten. Darauf wies der Vorsitzende des BOGK, Konrad Linkenheil, am 19.10.2016 in einer Unterredung mit dem Parlamentarischen Staatssekretär im BMEL, Peter Bleser (CDU), hin. Vor allem im Hinblick auf lebensmittelrechtliche Regelungen in wichtigen Exportmärkten benötigen die Unternehmen Übersichten, Erläuterungen, Übersetzungen und Gesetzeskommentare. Nach Ansicht des BOGK sollten entsprechende, vom BMEL geförderte, Broschüren und Seminare die bestehenden Marktstudien und Kontaktbörsen ergänzen, um gerade kleinen und mittelgroßen Unternehmen damit einen problemlosen Einstieg ins Exportgeschäft zu ermöglichen.

Praxisnahe Exportförderung braucht zudem starke politische Unterstützung. Auch darauf wies Linkenheil hin. Als Beispiel nannte er den Einsatz für den Schutz geographischer Herkunftsbezeichnungen in Exportmärkten, beispielsweise im Rahmen von TTIP.

Staatssekretär Bleser sagte der Branche in beiden Punkten seine Hilfe zu. Noch in diesem Jahr sollen im BMEL Hilfestellungen zu Fragen des Lebensmittelrechts in den USA erstellt werden. Auf politischer Ebene wird sich PSt Bleser insbesondere um die Abwendung des von China geforderten allgemeinen Exportzertifikats bemühen. Dazu wird er am 8. November eigens zu einer Konferenz zum Thema Lebensmittelsicherheit nach China reisen. Unterstützt wird er dabei auch durch die EU-Kommission.