25.08.2017

BOGK bewertet Focus-Bericht zu BPA als falsch, da unsachlich und undifferenziert

Der BUND hatte ausgeführt, dass nach mehreren Studienergebnissen bereits in geringeren Mengen BPA zu Schädigungen des Hormonsystems kommen könne, was wiederum zu schweren Krankheiten führen könnte.

Aufgrund der insgesamten Betrachtung der nachfolgenden Aspekte  sind die Ausführungen des BUND und der Bericht des Focus sachlicht falsch und nicht zutreffend. Zudem wird mit der reißerisch gewählten Überschrift „Gefährliches Hormongift“ keinerlei sachgerechte Verbraucheraufklärung betrieben; im Gegenteil, diese Art der Berichterstattung führt wiederum einmal zu einer Verunsicherung des Konsumenten. 

Die im BOGK vertretenen Unternehmen nehmen das Thema BPA  ernst; schon im Februar 2012 wurde u. a. auch deshalb das Institut Nehring mit einer wissenschaftlichen Bewertung zu BPA angefragt. 

Bereits vor einigen Jahren haben die maßgeblichen Risikobewertungsbehörden, wie das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), keinen Grund gesehen, von ihren toxikologischen  Bewertungen abzuweichen. Eine nachweisliche Gefahr für die Gesundheit der Verbraucher liegt, wenn der TDI-Wert nicht überschritten wird, nicht vor.

Damit korrespondierend hat die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA zuletzt sogar im Januar 2015 auf Grundlage der Auswertung umfangreicher Daten ein Gutachten zur Bewertung der gesundheitlichen Risiken von BPA in Lebensmitteln und auch aus anderen Expositionsquellen veröffentlicht. 

Hierzu wird insbesondere folgendes ausgeführt:

„BPA stellt nach dem heutigen Stand der Wissenschaft und bei der derzeitigen Verbraucherexposition für keine Altersgruppe ein gesundheitliches Risiko dar.“ 

Focus selbst räumt ein, dass es sich bei den BUND-Untersuchungen nur um einen kleinen, nicht repräsentativen Test handele.

Die im BOGK vertretenen Unternehmen arbeiten bzgl. der zahlreichen Fragen um BPA eng mit dem Bundesverband zusammen; dieser setzt sich insbesondere gerade in Brüssel für eine sachgerechte gesamteuropäische Lösung ein.