01.08.2012

Albert Deß und BOGK im Gespräch über Zucker

Eine kleine Delegation von Unternehmern und leitenden Angestellten aus der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie traf gestern den Agrarpolitischen Sprecher der EVP-Fraktion Albert Deß (CSU) in seiner Heimat Neumarkt i. d. Opf. zu einem ausgiebigen Gespräch über die Reform der EU-Agrarpolitik und die Zuckermarktordnung.

In der angenehmen Atmosphäre des 1. Metzgerei- und Weißwurstmuseums konnten sich die Teilnehmer offen und konstruktiv über die angespannte Marktlage bei Zucker, die Struktur der Zuckerversorgung und die Bedürfnisse der zuckerverwendenden Industrie austauschen. Es wurde vereinbart, den Dialog fortzusetzen.

Aus Sicht des BOGK kann die aktuelle Zuckerknappheit nur durch eine Aufhebung der Zuckerproduktionsqouten überwunden werden. Der BOGK unterstützt daher – im Verbund mit dem IZZ – den Vorschlag der EU-Kommission, die heutige Zuckermarktordnung im Jahr 2015 auslaufen zu lassen.

Die Unternehmen im BOGK haben aber auch eine klare Präferenz für Zucker aus der EU. Sicherheit, Qualität und Nachhaltigkeit sind dafür ausschlaggebend. Die heute international wettbewerbsfähige Erzeugung von Zuckerrüben und die Zuckerproduktion in der EU sollen daher erhalten und gegen mögliches Dumping durch einen moderaten Einfuhrzoll geschützt bleiben.1

In der aktuellen Debatte um die Reform der Agarpolitik sind aus dem Europäischen Parlament (EP) rund 6.600 Änderungsanträge zum Vorschlag der EU-Kommission vorgelegt worden. Ab dem 19.09.2012 werden diese weiter diskutiert werden. Das EP will Mitte November 2012 seinen eigenen Reformvorschlag verabschieden. Der BOGK wird den Prozess weiter begleiten.

 

s. auch: Maßnahmen zur Überwindung der aktuellen Zuckerknappheit (Positionspapier des BOGK vom 16.03.2012)