Jahr 2010

20.12.2010

Kartoffelverarbeitende Industrie fürchtet weitere Reduzierung der verfügbaren Kartoffelmenge

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Angst um ausreichende Versorgung

Die kartoffelverarbeitende Industrie in Deutschland, organisiert im Branchenverband BOGK (Bundesverband der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie) befürchtet weiter eine schwindende Rohwareverfügbarkeit aus der Kartoffelernte 2010.

Die Erntemenge mit 9,8 Mio. t in Deutschland und ca. 40,6 Mio. t in den EU-15 Staaten ist vergleichbar mit dem äußerst schwierigen Jahr 2006 (D: 10,03 Mio. t; EU-15: 40,5 Mio. t). Gegenüber dem Vorjahr bedeuten diese Mengen einen Rückgang um ca. 16 % in Deutschland und ca. 11 % in der EU-15.

Darüber hinaus schätzen Experten, dass in Deutschland, Belgien und in den Niederlanden insgesamt ca. 10.000 ha nicht geerntet werden konnten und nach dem Frost nun endgültig verloren sind. Diese Zahlen sind bei den oben genannten Mengen noch nicht berücksichtigt.

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22.11.2010

Versorgungsengpässe durch zu kleine Zuckerquote

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Akute Versorgungsengpässe bei Zucker führen derzeit zu explodierenden Preisen. „Der europäische Zuckermarkt ist wie leergefegt“, so die Einschätzung der Einkäufer der deutschen Konfitürenhersteller im BOGK. Auch Importe können die Versorgungslücke nicht decken – zu hohe Einfuhrzölle verhindern wettbewerbsfähige Preise für Weltmarktzucker.

Zwar will die EU-Kommission die Einfuhrzölle in dieser Woche senken, aber reichen wird dies nicht. Preis und Qualität sind bei der Importware nicht immer stimmig. Die deutsche Industrie würde wesentlich lieber auf den bewährten heimischen Zucker zugreifen. Im Prinzip wäre auch noch eine stattliche Menge vorhanden. 350.000 t Zucker liegen auf Lager, dürfen aber nicht im Inland vermarktet werden. Die Zuckerquoten, d. h. die politisch festgelegten maximalen Produktionsmengen in der EU sind bereits ausgeschöpft. Die EU-Kommission hat daher vorgeschlagen, diese „Überproduktion“ von 350.000 t zum Export freizugeben.

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09.11.2010

Kartoffelverarbeitende Industrie sorgt sich um die Qualität der Ernte

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Erntesituation vergleichbar mit 2006

Die kartoffelverarbeitende Industrie in Deutschland sorgt sich hinsichtlich Menge und Qualität um die Rohwareversorgung aus der Kartoffelernte 2010. Der Branchenverband BOGK (Bundesverband der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie) vergleicht die Situation mit dem schwierigen Jahr 2006. Der Kartoffelterminmarkt reagiert bereits mit Preissteigerungen von bis zu 100%.

Ende September wurde vom Bundesministerium eine Gesamterntemenge für Kartoffeln in Deutschland von 9,5 Mio. t ermittelt und veröffentlicht. Das entspricht einem Rückgang von ca. 18 % gegenüber dem Vorjahr.

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Im Gespräch mit EU-Kommissar Oettinger

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EU-Kommissar Günther Oettinger; Foto: Jacques Grießmayer

Am Rande der zweitätigen Herbstsitzungen des europäischen Verbands der obst- und gemüseverarbeitenden Industrie (PROFEL) führten BOGK-Geschäftsführer Werner Koch und Christoph Freitag sowie PROFEL-Vorstandsmitglied Hans Steber intensive Gespräche mit EU-Kommissar Günther Oettinger zu aktuellen energiepolitischen Fragestellungen.

Insbesondere thematisierten sie die zusätzlichen Belastungen für die Ernährungsindustrie, die sich aus der Novelle des Erneuerbare Energien Gesetztes (EEG) und der Förderung der Verstromung von Biogas aus so genannten nachwachsenden-Rohstoffen ergeben. In diesem Zusammenhang bekräftigte Kommissar Oettinger seine Bereitschaft, sich in Kürze mit dem BOGK-Vorstand in dieser Angelegenheit austauschen zu wollen.

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Politische Anerkennung des Verbändestandorts Bonn

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Jürgen Nimptsch (Jürgen Nimptsch und Kreativ Konzept GmbH)

Bei der von dem Bonner CDU-Chef Axes Voss MdEP in regelmäßigen Abständen durchgeführten Zusammenkünften der Verbände in Bonn referierte am Donnerstag, den 4. November 2010, der Bonner Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch.

In seinem Vortrag ging der Bonner OB insbesondere auf Bonn als attraktiven Standort für Industrie- und Wirtschaftsverbände ein. Insgesamt beheimatet der ehemalige Regierungssitz 435 registrierte Verbände, die den Standort Bonn – so wie auch der BOGK – nicht nur aufgrund seiner sehr guten Infrastruktur, sondern insbesondere auch wegen der räumlichen Nähe zu Brüssel nutzen.

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