Daten & Fakten

11.08.2008

Entwicklung der Verarbeitung von Feinsaurem Gemüse 2007

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2007 haben die privaten Haushalte in Deutschland 4,3 % weniger feinsaures Gemüse eingekauft als noch 2006. Bereits in den beiden vorherigen Jahren waren die Einkaufsmengen um 0,5 % (2005) und 2,1 % (2006) zurückgegangen. Während sich die Nachfrage nach Rotkohlkonserven und Essigkonserven 2007 mit einem Plus von jeweils 1,1 % sogar positiv entwickelt hat, sind die Einkaufsmengen für Gurkenkonserven (-6,9 %) und Sauerkrautkonserven (-6,4 %) deutlich zurückgegangen.


Diesen Tendenzen entspricht auch die Entwicklung der Produktion von Gurken, Gemüse mit Essig, Sauerkraut und Rotkohl, die in den Grafiken der folgenden Seite wiedergegeben sind.

Die aktuelle Situation der Branche hängt insbesondere an der Preissituation bei den Rohstoffen. Besonders im Verlauf des Jahres 2007 hat die Förderung der Bioenergie dazu geführt, dass eine dauerhafte Knappheit der Rohware zu befürchten war und die Preise dementsprechend angezogen haben. Gegen Mitte 2008 hingegen hat sich die Politik zu einer maßvolleren Förderung der Bioenergie entschlossen, so dass die Verfügbarkeit der Rohware wieder besser aussieht. Generell ist vor allem der „Wackelkurs“ der Politik zu kritisieren: Eine klare, dauerhafte Politik würde es den Unternehmen deutlich erleichtern, Dispositionen zu treffen.

Zusätzlich zur Situation auf den Rohwaremärkten wird die Branche seit ein bis zwei Jahren von dramatisch gestiegenen Preisen für Verpackungen (Glas, Deckel) und Energie belastet. Zugleich stellt aber die zunehmende Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel eine wachsende Barriere dar, diese Preissteigerungen an die Kunden weiterzugeben.