Daten & Fakten

24.09.2010

Obstverarbeitung 2009

Schaubild

Erst niedriges Preisniveau

Das Jahr 2009 war gekennzeichnet von einem historisch niedrigen Preisniveau bei Obst. Auch wenn ein Vergleich zwischen Obstsorten und Regionen nicht hilfreich ist, da die individuellen Anforderungen der jeweiligen Produktionen sich hinreichend voneinander unterscheiden, kann doch festgehalten werden, dass die immer stärker zunehmende Volatilität der Rohwarenpreise für die Unternehmen ein Kalkulationsproblem darstellt. Es wird praktisch unmöglich, sich mittels einer Prognose auf zukünftige Trends einzustellen – diese Trends gibt es nicht mehr. Bestes Beispiel war die Entwicklung des frühen Erntejahres 2010:

Grafik

dann Rohwarenknappheit

So zeichnet sich im Jahr 2010 durch die kühle und regenreichen Witterung der ersten Monate sowie starke Flächenreduzierungen die kleinste Sauerkirschernte der letzten Jahre in Osteuropa und Deutschland ab. Die Gesamtproduktion wird um knapp 50% geringer ausfallen als 2009. Hinzu kommt, dass aufgrund der extremen Warmwetterlage im Anschluss mit Qualitätseinbußen zu rechnen ist. Bei Erdbeeren sieht die Situation aufgrund der starken Niederschläge und der Überschwemmungen im Hauptanbauland Polen nicht viel besser aus. Die Mengenreduzierung beläuft sich auf ca. 30-35% im Vergleich zum Vorjahr. Hinzu kommt die Tatsache, dass die Chinesen, deren Ernte auch aufgrund der Wetterverhältnisse und Flächenreduzierungen schlecht ausgefallen ist, als Käufer von polnischen Erdbeeren auf dem Markt waren, um ihre Verträge mit russischen Kunden zu erfüllen. Und das gleiche Bild ergibt sich schließlich bei der heimischen Apfelernte und bei Himbeeren. Nur bei Heidelbeeren ist zunächst von einer normalen Ernte in Osteuropa auszugehen.