Daten & Fakten

Die obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitende Industrie 2009

Schaubild

Produktion

Generell ist die Verarbeitung von Obst und Gemüse glücklicherweise nicht so zyklisch wie in anderen Branchen. Die Unternehmen haben die Finanz- und Wirtschaftskrise der Jahre 2009 und 2010 daher relativ gut überstanden. Allerdings ist die Lage im Lebensmitteleinzelhandel nicht besser geworden, so dass nach wie vor hoher Druck auf die vorgelagerten Branchen ausgeübt wird. Zeitgleich ist festzustellen, dass in den vorgelagerten Stufen (Landwirtschaft, Energie, Glas, Metall) ebenfalls keine Trendwende zu erkennen ist. Dieses Dilemma muss die Branche daher weiterhin aushalten.

Grafik

Nachfrage

Die Nachfrage nach den Produkten der Branche verlief in den Jahren 2009 und 2010 aber dennoch uneinheitlich. In den 12 Monaten bis zur Jahresmitte 2010 konnten Feinsaures Gemüse, Sauerkraut, Rotkohl und Kartoffelprodukte gewinnen (+2,9%), währende die Nachfrage nach Obstkonserven und Konfitüre (zusammen -3,6 %) sowie Gemüseverarbeitungsprodukten (-2,0 %) zurückfiel.

Insgesamt blieb die Nachfrage aber konstant bei rund 3,7 Mrd. Euro. Praktisch jeder Haushalt in Deutschland hat nach Angaben der GfK auch mindesteins einmal Produkte unserer Branchen eingekauft. Am häufigsten wurden Gemüsekonserven eingekauft (im Durchschnitt 7,8 mal pro Jahr), am seltensten Tiefkühl-Pilze (1,7 mal). Dies mag daran liegen, dass sie einen vergleichsweise recht hohen Preis aufweisen (im Durchschnitt 4,1 Euro/kg). Nur für Knabbergebäck muss mehr bezahlt werden (6,8 Euro/kg). Rotkohl hingegen ist mit durchschnittlich 1,1 Euro/kg das günstigste Produkt der Industrie.

Produktion der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie
– in Mio. Euro 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009
Obst 1.150 1.257 1.250 1.208 1.193 1.274 1.348 1.342
Gemüse 841 767 769 851 879 966 1.072 1.046
Kartoffeln 785 792 821 827 927 971 984 1.061
Feinsaures 484 436 447 453 419 494 538   600
Gesamt 3.259 3.252 3.286 3.339 3.418 3.705 3.942 4.050